Cpt. Dead Tired protestiert gegen gefährlich lange Flugdienstzeiten

urzeit befindet sich ein Comicflugzeug mit müden, blutunterlaufenen Augen im Anflug auf die Städte Europas. Der putzige Flieger mit der Kapitänsmütze namens „Cpt. Dead Tired“ (zu Deutsch: „Kapitän Sterbensmüde“) entkommt dabei stets nur knapp dem Absturz durch Übermüdung. Cpt. Dead Tired erobert derzeit Facebook und ruft darin zur Unterschrift einer Petition gegen die Neuregelung von Flugdienstzeiten innerhalb der EU auf. Urheber der Aktion ist die Deutsche Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit, die bereits unter www.flugdienstzeiten.de seit ein paar Monaten unermüdlich auf einen Gesetzesentwurf der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) aufmerksam macht. Seit dem 1. Oktober diesen Jahres liegt der endgültige Entwurf für eine Neuregelung der Flugdienstzeiten vor und dessen Inhalt liest sich für sicherheitsbewusste Flugreisende dramatisch. So soll es künftig für Fluggesellschaften legal möglich sein, ihre Piloten zu Schichten von bis zu 15 Stunden zu verpflichten, so dass ein Flugzeugführer, der seit über 20 Stunden auf den Beinen ist, ein vollbesetztes Passagierflugzeug landen muss. Was aberwitzig klingt, könnte schon im Sommer 2013 geltendes Gesetz sein. Nun kann man argumentieren, dass eine sicherheitsbewusste Airline niemals sein Personal und seine Passagiere einem solchen Risiko aussetzen würde. Sicherlich ist das auch richtig. Man kann sich aber auch vorstellen, dass gerade eine finanziell angeschlagene Airline schnell dabei wäre, zugunsten von Kostenersparnis die Sicherheit im Flugverkehr einzusparen. Und gerade im Bereich von Flugreisen hat sich in den letzten Jahren ein derart ruppiger Preiskampf entwickelt, dass das Vertrauen in einen Sieg der Vernunft gegenüber wirtschaftlichen Interessen wohl ein frommer Wunsch bleiben dürfte. Da sich die EASA bislang zudem außerordentlich taub gegenüber aktuellen Gutachten und Studien zum Thema Übermüdung im Cockpit zeigt (Hintergründe und Studien sind übersichtlich auf www.flugdienstzeiten.de zusammengetragen), muss man sich als sicherheitsbewusster Flugreisender fragen, wessen Interessen durch die EASA überhaupt vertreten werden. Die Vereinigung Cockpit ist sicherlich federführend bei der Organisation des Protestes gegen die EU-Regelung. Dass das Thema aber nicht nur Deutsche etwas angeht, zeigt die Beteiligung der Piloten-Gewerkschaften aus Spanien, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz sowie des europäischen Piloten-Dachverbandes, der European Cockpit Association (ECA).

Wer sich näher über das Thema informieren will, dem sei ein Besuch von www.flugdienstzeiten.de ans Herz gelegt. Dort kann man sich auch online in die Petition gegen den EASA-Entwurf eintragen, was bisher bereits über 80.000 Menschen aus ganz Europa getan haben. Cptn. Dead Tired kann auf Facebook verfolgt werden und versorgt Interessierte mit Updates und weiteren Fakten zum Thema Flugsicherheit.

Veröffentlicht unter Allgemeines, Sicherheit | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Nürnberger Christkindlesmarkt

Weihnachtszeit ist Weihnachtsmarktzeit. Spätestens im Dezember strömen die Deutschen leidenschaftlich gerne auf die Weihnachtsmärkte der Republik, um mit Ihren Liebsten in andächtiger Atmosphäre, bei Glühwein und Würstchen die Weihnachtszeit einzuläuten. Keine größere Stadt Deutschlands kommt ohne Weihnachtsmarkt aus und kein Winter ist ohne mindestens einmaligen Besuch auf einem der Märkte komplett. Wer Weihnachtsmärkte als moderne Konsumeinrichtungen abtut, der tut der weihnachtlichen Institution allerdings Unrecht. Denn Weihnachtsmärkte haben in Deutschland eine lange Tradition, weshalb wir Ihnen heute einen der ältesten, größten und vielleicht den schönsten Weihnachtsmarkt des Landes näherbringen wollen: Den Nürnberger Christkindlesmarkt.

Der Christkindlesmarkt öffnet jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Adventssonntag in der Nürnberger Altstadt seine Pforten und endet am 24. Dezember, solange dieser kein Sonntag ist. Pro Jahr besuchen in dieser Zeit etwa zwei Millionen Gäste den weihnachtlichen Zauber am Nürnberger Hauptmarkt. Die Geschichte des Christkindlesmarktes reicht mindestens zurück bis in das 17. Jahrhundert. Zwar sind sich die Historiker nicht ganz einig, welches der früheste Nachweis des Marktes ist, namentlich erwähnt wurde der Christkindlesmarkt aber bereits auf einem Fund aus dem Jahr 1628. War der Markt ursprünglich ein regulärer Wochenmarkt, wandelte er sich nach und nach zum reinen Weihnachtsmarkt, auf dem die Nürnberger Handwerker ihre Waren feilboten. Mittlerweile umfasst der Christkindlesmarkt etwa 180 Verkaufsbuden und ist damit einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Auch im Ausland ist der Christkindlesmarktes sehr bekannt, weshalb beispielsweise allein aus Japan jährlich etwa 7.000 Touristen erwartet werden.

Die Stadt Nürnberg legt bei der Gestaltung des Christkindlesmarktes großen Wert darauf, dass die traditionelle Weihnachtsatmosphäre nicht verloren geht. Alle Buden sind aus Holz gebaut und mit traditionellem weiß-roten Stoff verziert. Billige Dekoration wie beispielsweise Tannengirlanden aus Plastik sind komplett verboten, während besonders schön gestaltete Buden prämiert werden. Das Warenangebot ist typisch für einen Weihnachtsmarkt, es finden sich aber auch sehr viele leckere regionale Spezialitäten aus Nürnberg und der Umgebung. Neben Glühwein, Lebkuchen und Würstchen findet man in etwa auch Nürnberger Früchtebrot, handgefertigten Christbaumschmuck und die Nürnberger Zwetschgenmännla, Figuren, die aus getrockneten Pflaumen hergestellt werden.

Eine weitere schöne Tradition des Chriskindlesmarktes ist die jährliche Wahl des Christkindes. Seit 1933 wählen die Nürnberger alljährlich ein Christkind, das die Hauptrolle während der feierlichen Eröffnung des Marktes spielt. Das Christkind muss weiblich sein, aus Nürnberg stammen, zwischen 16 und 19 Jahren alt, mindestens 1,60m groß und außerdem schwindelfrei sein. Vorgeschlagen wird das Christkind per Post und Internet von der Nürnberger Bevölkerung und letztendlich von einer Jury, die aus dem letzten Christkind und Vertretern der Stadt besteht, ausgewählt.

Wer auch nur einen Funken für Weihnachtsmärkte übrig hat, wird sich auf dem Christkindlesmarkt hervorragend amüsieren. Es gibt sicherlich wenige Orte, an denen man Weihnachtsstimmung so schön einfangen kann wie hier und die sowohl Nürnberger Würstchen als auch Lebkuchen gehören zu den besten, die Sie in Deutschland finden werden. Wir denken, dass selbst bekennende Verächter von Weihnachtsmärkten einen Besuch in Nürnberg riskieren sollten. Es könnte gut sein, dass der Christkindlesmarkt ihre Meinung ändern wird.

Veröffentlicht unter Deutschland, Länder, Nürnberg, Städte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ein kurzer Blick auf den Osten von Paris

Paris hat weit mehr zu bieten als den Eiffelturm, den Arc de Triomphe oder die Basilika Sacré-Coeur. Jeder Stadtteil von Paris ist elegant, exzentrisch, auf seine eigene Weise authentisch und hat eine eigene Persönlichkeit. Heute wollen wir uns den Osten von Paris anschauen und Euch ein paar tolle Orte des 10., 11. Und 20. Distrikts der Stadt der Liebe zeigen.

Unterkunft
Wer einen unvergesslichen Aufenthalt sucht, sollte ein Zimmer im Mama Shelter buchen. Dieses trendige Hotel im 20. Arrondissement der Stadt wurde von Philip Starck, einem weltbekannten Designer entworfen und bietet ab 79 Euro pro Nacht aufregende moderne Architektur, wie man Sie garantiert noch nicht erlebt hat. Weitere Highlights des Mama Shelter: Das hervorragende Restaurant und der ruhige Innenhof, in dem sich herrliche Sommerabende verbringen lassen.

Restaurants
Die Franzosen sind stolz auf ihre Küche, die sie nicht selten für die beste der Welt halten. Warum also nicht selber überprüfen, ob diese Behauptung zutrifft? Wir empfehlen besonders einen Besuch des Le Bellevilloise in der Rue Boyer. Dieses besondere Restaurant verfügt über eine Konzerthalle, einen gemütlichen Dachgarten und natürlich über ein sehr gutes Restaurant namens Café-restaurant de la Halle aux Oliviers. In diesem typischen Pariser Bistro kann man sich über die leckeren und kreativen Kompositionen der jungen Chefköchin Samia hermachen. Das Restaurant ist außerdem auch am Wochenende zum Brunchen geöffnet – eine Sitte, die langsam von den USA aus nach Paris geschwappt ist.

Pubs
Der 11. Bezirk ist DER Ort für alle Partysuchenden, die Lust auf durchtanzte Nächte und Barhopping mit Freunden haben. Eine einzige Straße, die Rue Oberkampf, kann dabei genug für einige Nächte bieten und ist der Magnet für alle Studenten der Stadt. In der Nähe sollte man außerdem auf keinen Fall das Chat Noir verpassen, eines der bekanntesten Pubs der Stadt, zu finden in der Rue Timbaud. Hier erwartet einen Livemusik oder –Unterhaltung (v.a. Jazz-Musiker, Poetry Slams, etc.) in entspannter Atmosphäre, was das Chat Noir zu einem hervorragenden Startpunkt für den Abend macht. Ein weiterer Hot Spot der Gegend ist der Place de la Bastille. Hier, wo die Französische Revolution im Jahre 1789 ihren Anfang nahm, sind nun eine Menge guter Bars zu finden, in denen man in der Happy Hour von 18 bis 21 Uhr für kleines Geld in den Abend starten kann. Wer es stattdessen lieber etwas spezieller mag, sollte den Umweg zu Le Comptoir Général in der Quai de Jemmapes im 10. Bezirk nehmen. Hier kann man auf den Second Hand Möbeln der Bar in alternativer Atmosphäre gemütlich einen Drink nehmen.

Konzerte
Wie bereits erwähnt, gibt es im La Bellevilloise eine Konzerthalle mit einem sehr guten Programm. Das La Maroquinerie in der Rue Boyer ist aber auch auf jeden Fall einen Besuch wert. Bei Konzerten kann man hier als Zuschauer auch sehr nah an die Bands herankommen, was immer für gute Stimmung sorgt. Zum Schluss gibt es noch das La Flèche d’or im 20. Distrikt, wo in einer umfunktionierten Bahnstation heute Konzerte veranstaltet werden. Neben dem guten Programm sind hier auch die niedrigen Ticketpreise hervor zu heben.

Veröffentlicht unter Frankreich, Paris | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Stockholm – Das Venedig des Nordes

Manche bezeichnen Stockholm als „das Venedig des Nordens“. Das kommt natürlich nicht von ungefähr, denn Stockholm erstreckt sich über mehrere Inseln, weshalb Wasser auch das zentrale Element der Stadt ist. Strahlend blau im Sommer und malerisch zugefroren im Winter, bietet das Wasser Stockholms eine Menge Aktivitäten wie Kayak fahren, Eislaufen und sogar die Möglichkeit zum Schwimmen in der Innnenstadt.

Obwohl Schweden im Schneetreiben sehr schön ist, sollte man die Hauptstadt Schwedens unbedingt auch im Sommer besuchen. Am späten Abend ist die Stadt dann in ein magisches Licht getaucht und selbst in der Nacht wird es nicht ganz dunkel. Das Wetter ist im Sommer normalerweise sehr angenehm und an der Ostküste Schwedens, wo Stockholm liegt, gibt es auch deutlich mehr Sonnenschein als im Westen des Landes.

Besucht man Stockholm im Sommer, ist ein Besuch des großen Archipels im Nordosten absolute Pflicht. Eine Reihe von Fähren fährt den ganzen Tag durchgehend zu den meisten Inseln, so dass Entdeckungslustigen keine Grenzen gesetzt sind. Fans der Monarchie können auf die traditionelle Dampffähre aufspringen und durch den Mälaren-See, zum Schloss Drottningholm, der Privatresidenz der Königsfamilie, starten.

Wer die Stadt entdecken möchte, sollte sich zur Södermalm-Insel aufmachen, auf welcher die Innenstadt liegt. Södermalm ist auch der Name des trendigen, urbanen Bezirks Stockholms, dessen frühere Bewohner aus der Arbeiterklasse überwiegend durch die steigenden Mieten verdrängt wurden. In Södermalm sind eine Menge Hotels, schöne Restaurants und Bars zu finden und der Bezirk ist definitiv das Viertel Stockholms für Budgettouristen. Denn trotz aller Urbanisierung findet man hier auch die bezahlbaren Essensgelegenheiten, zu denen vor allem asiatische, italienische und Nahost-Restaurants gehören. Ein echtes Highlight der Gegend ist das Gondolen, das zwar nicht zu den günstigsten Alternativen gehört, dafür bietet es hochklassiges Essen in einem 33-Meter hohen Aussichtsturm, der komplett verglast ist. Wer hier speisen will, sollte allerdings im Voraus buchen, da er sonst kaum einen Tisch finden wird. Im Sommer ist auch die Outdoor Bar des Gondolen sehr beliebt und immer gut besucht.

Wer auf der Suche nach Kulturangeboten ist, hat in Stockholm viel zu entdecken. Eines der beliebtesten Museen ist das Vasa Museum auf der grünen Insel Djurgården, dessen Hauptattraktion das Wrack eines Schiffes ist, das auf seiner Jungfernfahrt 1628 sank und 1961 geborgen wurde. Dazu gibt es noch eine ganze Reihe von Kunstgalerien und Museen, von denen auch das Museum of Modern Art eine besondere Erwähnung verdient.

In Stockholm kann man außerdem noch hervorragend einkaufen gehen. Neben  skandinavischem Möbeldesign, kann man in Götgatan auf Södermalm auch die neuesten Fashiontrends einkaufen. Wer Souvernirs kaufen möchte, sollte in den engen Gassen von Gamla Stan, der Altstadt aus dem 11 Jahrhundert, Ausschau halten.

Stockholm ist eine sehr kinderfreundliche Stadt. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte unbedingt ins Kindermuseum Junibacken auf Djurgården gehen, dass sich vor allem Kinderliteratur und insbesondere Astrid Lindgren verschrieben hat. Ein Highlight für die Kleinen ist dort garantiert der Nachbau des Hauses von Pippi Langstrumpf. In unmittelbarer Nähe ist außerdem das Freiluftmuseum Skansen mit eigenem Zoo, das sich traditioneller schwedischer Kultur widmet. Zuletzt gibt es dann noch den Vergnügungspark Gröna Lund, der direkt am Wasser liegt und in dem man ganze Tage mit den Kindern verbringen kann.

Veröffentlicht unter Länder, Reisen, Schweden, Städte, Stockholm | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mit Mobile Payment unterwegs mit dem Smartphone bezahlen

Wer kennt nicht das Problem? Man möchte im Urlaub das Hotel bezahlen und stellt fest, dass man die Kreditkarte nicht dabei hat. Wer mehrere Konten führt, sieht sich unter Umständen auch mit der Situation konfrontiert, die falsche Karte eingesteckt zu haben oder es herrscht Unklarheit darüber, ob die Deckung der Karte ausreicht. Wem derartiges Jonglieren mit Plastikkarten schon immer ein Graus war, der sollte jetzt genau mitlesen. Es zeichnet sich nämlich ein Machtwechsel an den Kassen dieser Welt ab: An Stelle der guten alten Kreditkarte tritt mehr und mehr das „Mobile Payment“, also das Bezahlen per Smartphone.

Das wichtigste Verfahren beim mobilen Bezahlen ist dabei aktuell die sogenannte „Near Field Communication“ (NFC). NFC ist eine Funktechnik, mit der auf sehr kurze Distanz Daten zwischen zwei Geräten ausgetauscht werden können. Konkret heißt das: Ihr Smartphone kann mit einer Kasse oder einem Automaten Zahlungsinformationen austauschen. Ein gutes Beispiel für die Nutzung der noch relativ jungen Technologie ist die Deutsche Bahn. Schon seit ein paar Jahren gibt es bei der Bahn das Projekt „Touch & Travel“, was Kunden der Bahn mittels Handy die Fahrscheine lösen lässt. Ganz bequem, direkt am Bahnsteig. Alles was der Kunde tun muss, ist sein Smartphone an einen der Touch & Travel-Punkte zu halten und für die gewünschte Fahrt ein zu checken. Ist man am Ziel angekommen, checkt man wieder aus und das System ermittelt automatisch den richtigen Preis für die Fahrt. Das Geld wird daraufhin per Lastschrift vom Konto des Kunden abgebucht. Im Moment ist das Angebot der NFC-fähigen Geräte zwar noch eher begrenzt, es werden allerdings schon mit der nächsten Smartphone-Generation eine Menge Geräte dazukommen. Aktuelle Handy-Modelle, die bereits NFC beherrschen sind: Google Nexus 4, Samsung Galaxy S3, Nokia Lumia 920 & das HTC One X. Apple gehört mit seinem iPhone 5 leider (noch) nicht dazu.

Es wird geschätzt, dass die jährliche Geldmenge, die mittels NFC bewegt wird, sich bis 2015 gegenüber dem Stand von 2011 verdreifachen wird. Insofern lohnt es sich definitiv, weiter Ausschau danach zu halten, wie sich Mobile Payment und NFC verbreiten. Schon bald wird es wahrscheinlich möglich sein, weit mehr als nur Bahntickets über das Handy zu kaufen. Einzelhandel und Restaurants werden dann früher oder später ebenfalls nachziehen, so dass die Kreditkarte schon bald endgültig zu Grabe getragen werden könnte.

Veröffentlicht unter Allgemeines, Reisen, Zahlungsmittel | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nanjing – Die alte Hauptstadt Chinas entdecken

Vielen Deutschen ist die Stadt Nanjing im Osten Chinas kein Begriff. Diejenigen, die schon einmal von Nanking – wie die Stadt in manchen Umschriften auch geschrieben wird – gehört haben, kennen Sie traurigerweise oft nur aufgrund ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg. Denn im Winter 1937/38 verübten japanische Truppen nach der Eroberung der damaligen Hauptstadt der Republik China eines der schlimmsten Massaker des Zweiten Weltkrieges. In den etwas sechs Wochen, die das Blutbad andauerte, ließen mehr als 300.000 Chinesen ihr Leben und große Teile der Stadt wurden zerstört. Das Nanjing-Massaker gelangte besonders in Deutschland in das öffentliche Interesse, als 2009 der Film John Rabe in die Kinos kam, der die Erlebnisse eines in Nanjing lebenden deutschen Kaufmanns zur Zeit des Massakers erzählt. Die wenigsten kennen die Acht-Millionen Metropole im Yangtse-Delta als lohnenswertes Reiseziel, das eine Fülle an Kultur, Geschichte und Aktivitäten bereithält. Das werden wir an dieser Stelle versuchen zu ändern.

Die meisten China-Reisenden betreten die Volksrepublik über die Hauptstadt Beijing oder die Megacity Shanghai und können von der schieren Größe und dem hektischen Leben beider Städte schnell überrollt werden. Nimmt man aber die etwa 1,5 Stunden Zugfahrt von Shanghai oder einen Inlandsflug von Beijing auf sich, erwartet den Reisenden in Nanjing ein deutlich ruhigeres Stadtbild. Zwar sind auch in Nanjing eine Menge Autos und Fußgänger gleichzeitig auf den Straßen unterwegs, die Menge ist aber nicht mit dem Aufkommen Beijing und Shanghais zu vergleichen. Zudem ist Nanjing eine – besonders für chinesische Verhältnisse – sehr grüne Stadt. Es erwarten einen also nicht die viel zitierten grauen Betonschluchten Chinas, in deren Mitte kein einziger Baum steht. Stattdessen ist Nanjing malerisch am Zijinshan, dem Purple Mountain gelegen und verfügt über eine wunderschöne Seen-Landschaft in der Stadtmitte, die ausgiebig mit dem Boot befahren und von Spaziergängern inspiziert wird. Aber auch das allgemeine Stadtbild ist von Bäumen und kleinen Parks geprägt, so dass man trotz der enormen Größe Nanjings nicht das Gefühl bekommt, in einem Großstadt-Moloch angekommen zu sein.

Einen wesentlichen Beitrag zum ruhigen Lebensgefühl Nanjings leisten die zahlreichen Relikte aus Nanjings Jahrtausende alter, bewegter Geschichte. Zum absoluten Pflichtprogramm bei einem Besuch der Stadt gehören die wunderschön restaurierte Stadtmauer aus der Ming-Dynastie, der Jiming-Tempel mit seiner beeindruckenden Pagode und das gesamte Gebiet des Purple Mountain. Letzterer bietet alleine genug zu sehen für einen Tagesausflug. Als Highlights sind hierbei das opulente Grabmal Sun Yat-sens, dem ersten Präsidenten der Republik Chinas, der Linggu-Tempel und das Purple Mountain Observatorium zu nennen.

Neben seiner Kultur und Geschichte bietet Nanjing aber auch Sportfans eine Menge. So ist Nanjing die Heimat des erfolgreichen Fußball-Erstligisten Jiangsu Sainty, der seine Heimspiele im Olympia-Stadion im Süden der Stadt austrägt. Im Olympia-Komplex werden 2014 zudem die zweiten Olympischen Sommerspiele für Jugendliche abgehalten werden. Ein Anlass für den sich ein Besuch der Stadt in jedem Fall lohnt. Neben dem Olympia-Stadion findet sich in Nanjing noch das Wutaishan Sports Center, das mit einer Kapazität von 35.000 Plätzen ebenfalls ein häufiger Austragungsort für Sportevents und Konzerte ist. Hier trägt außerdem der erfolgreiche Jiangsu Nangang Basketball Club seine Spiele aus.

Fans von Party und Nachtleben werden in Nanjing ebenfalls voll auf ihre Kosten kommen. Unweit des Konfuzius-Tempels, entlang des Qinhuai-Flusses findet sich ein großes Gebiet in dem man auf Nachtmärkten und in zahlreichen Restaurants und Bars die Nacht zum Tag machen kann. Wer lieber tanzen gehen möchte, der sollte sich in das Stadtzentrum, Xinjiekou, aufmachen oder ein Taxi zum 1912 District nehmen. Dort erwarten den Besucher eine Vielzahl von hochklassigen Bars und Clubs, in denen der Standard derselbe wie in westlichen Metropolen ist. Backpacker und Studenten werden sich außerdem im Gebiet der Shanghai Road, nahe der Universität Nanjing wohlfühlen, in dem die Dichte an westlich-orientierten Bars, die vor allem ausländische Studenten anlocken, sehr hoch ist.

Wer sich an Nanjing satt gesehen hat, kann außerdem das gut ausgebaute und hochmoderne Schienennetz der VR China nutzen um Ausflüge nach Shanghai, zur „Seidenstadt“ Suzhou oder zum bei Chinesen extrem beliebten Urlaubsziel Hangzhou machen. Die Fahrten dauern dabei mit den brandneuen Hochgeschwindigkeitszügen selten über zwei Stunden – Fahrtgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h machen es möglich!

Veröffentlicht unter China, Länder, Nanjing, Städte | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Erholung in Angeln

Unser heutiges Porträt widmet sich der Norddeutschen Region Angeln. Angeln liegt im nordöstlichen Teil Schleswig-Holsteins und ist das Gebiet, das grob von der Flensburger Förde, der Ostsee und der Schlei begrenzt wird. Das Gebiet Angelns ist flach und geprägt von schroffen Küstenlandschaften, die Urlaubern eine wunderbare, raue Schönheit bieten. Die Uferlinien der Region wechseln zwischen Steilküsten, Buchenwäldern, naturbelassenen Stränden, flachen Uferwiesen und Sandstränden und bieten die klassischen norddeutschen Postkartenmotive wie Strandhaferzüge, Fachwerkhäuser und rot-weiße Leuchttürme. Das gut ausgebaute Straßen- und Wegenetz lädt dabei vor allem Radfahrer und Wanderer zu ausgedehnten Touren zwischen den vielen kleinen Dörfern der Region ein.

Angeln hat schon seit einigen Jahren sei Potenzial als Erholungsgebiet erkannt, weshalb es mittlerweile eine große Anzahl Kur- und Wellness-Angebote gibt. Der Kurort Glücksburg mit seinem beeindruckenden Schloss, dem Stammsitz der herzoglichen Familie des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg, bietet neben seiner Kurpromenade ein Wellness- und Erlebnisbad, in dem man vortrefflich ganze Tage verbringen kann. Golfspieler können solange ihr Können im örtlichen Förde Golf Club unter Beweis stellen, der einen anspruchsvollen Kurs mit Blick auf das Meer bietet. Natürlich bietet die lange Ostseeküste auch ein hervorragendes Segelgebiet. Der Yachthafen Langballig ist dabei einer der beliebtesten Anlaufhäfen. Naturbegeisterte und insbesondere Hobby-Ornithologen, finden im NABU-Naturschutzgebiet „Geltinger Birk“ ein großartiges Beobachtungsgebiet, das mit seinen über 200 Vogelarten jährlich 50.000 bis 80.000 Besucher anlockt. Wer auf der Suche nach gastronomischen Highlights ist, findet auf der gesamten Küstenlänge von Sternerestaurants über Fischbrötchen direkt vom Fischer bis zum gutbürgerlichen Dorfgasthof fast alles, was das Herz begehrt.

Veröffentlicht unter Deutschland, Länder, Reisen | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Top 10 Reiseländer für 2013

Der beliebte Reiseführerverlag Lonely Planet hat gerade seine Listen für die besten Reiseziele für 2013 veröffentlicht. Darin werden die Top 10 Reiseländer, Städte und Regionen für das nächste Jahr gekürt. Wer also noch keine Urlaubspläne für 2013 hat, der sollte sich den Artikel mal anschauen. Wir stellen im Folgenden die Top3 der Reiseländer vor.

Platz 1: Sri Lanka
Lonely Planet schreibt kurz und knapp Sri Lanka bietet: „Kultur, Erlebnis abseits der bekannten Pfade und viel Gegenwert fürs Geld“. Tatsächlich entdeckt das 2004 schwer vom Jahrhundert-Tsunami getroffene asiatische Land langsam das Potenzial des Tourismus und beginnt zu investieren. Seit 2009 ist auch der Jahrzehnte währende Bürgerkrieg zwischen der Regierung und der Separatistenbewegung „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ endgültig zu Ende, so dass auch skeptische Besucher das Land ohne Nervosität bereisen können. Die Preise in Sri Lanka sind aber trotz steigender Besucherzahlen generell noch niedrig und es gibt viele Orte zu entdecken, die noch nicht von riesigen Touristenhorden erobert wurden. Günstig ist die Nähe zur thailändischen Hauptstadt Bangkok, über die Sri Lanka sehr günstig erreicht werden kann.

Platz 2: Montenegro
Montenegros Stärken seien „Aktivitäten und Abenteuer abseits des Mainstreams“, schreibt der Lonely Planet. Vor allem aber bietet Montenegro eine wilde und wunderschöne Natur, die einem mehr als einmal den Atem rauben kann. Wer nach Montenegro fährt, sollte sowohl den Badeanzug als auch die Wanderschuhe einpacken. Denn neben klarem Wasser und zauberhaften Stränden an der Küste findet sich in weiten Teilen des Landes vor allem schroffes Hochgebirge, dass Wanderern und Mountainbikern ein unerschöpfliches Gebiet für Touren bietet. Im Gebirge wird man mehr als einmal innehalten und sich die raue Schönheit der Natur vergegenwärtigen müssen. So findet man zum Beispiel am Tara, dem längsten Fluss des Landes, die mit einer Tiefe von 1300 Metern tiefste Schlucht Europas. Montenegro wird sich seiner Rolle als Touristenziel auch mehr und mehr bewusst und so findet sich eine immer besser ausgebaute Infrastruktur und sehr freundliche Einheimische, die jedwede Dienstleistung für Touristen anbieten.

Platz 3: Südkorea
In Südkorea kann man laut Lonely Planet vor allem „Aktivitäten, Events und Erlebnisse abseits der Masse“ erleben. Wer bei Korea an Wolkenkratzer und High Tech denkt, übersieht das Potenzial Südkoreas als wunderbares Erholungsgebiet mit reichhaltigen Möglichkeiten für Golfer, Angler und Wanderer. Diese Qualitäten Südkoreas sind nämlich erstaunlicherweise bisher so gut wie gar nicht über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Das könnte sich aber 2013 ändern, da das Land eine Reihe großer Sport-Events austrägt wie z.B. die Special Winter Olympics, Die Ruderweltmeisterschaften und die Asian Indoor-Martial Arts Games.

Buchen Sie Ihren unvergesslichen Urlaub für 2013 mit Kelkoo.

Veröffentlicht unter Länder, Montenegro, Reisen, Sri Lanka, Südkorea | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Anschnallpflicht in Flugzeugen rechtsgültig

Wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift Reiserecht Aktuell schreibt, ist es zulässig, Flugpassagiere, die sich nicht anschnallen wollen, aus der Maschine zu entfernen. Der Artikel beschäftigt sich mit dem konkreten Fall eines Flugkapitäns, der nun vor dem Oberlandesgericht Frankfurt Recht zugesprochen bekam.

Im Beispielfall hatten sich Fluggäste auch auf mehrfache Nachfrage hin geweigert, die Plätze einzunehmen und sich anzuschnallen. Der Pilot hatte daraufhin erneut dazu aufgefordert, die Plätze einzunehmen und wies darauf hin, dass er die betroffenen Gäste ansonsten von Bord schicken müsse. Als auch dieser Aufruf ungehört blieb, wurde die Aufforderung in die Tat umgesetzt und die Passagiere des Flugzeuges verwiesen.

Die Betroffenen hatten protestiert, da in der Maschine zu Beginn der Startmaßnahmen ein auffälliger Geruch wahrnehmbar gewesen war. Aus diesem Grund hätten Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht anschnallen wollen. Das Gericht entschied jedoch, dass die Passagiere um Ihrer Sicherheit willen von dem Angebot des Piloten hätten Gebrauch machen können und das Flugzeug hätten verlassen können. Stattdessen hätten Sie die Weiterreise der restlichen Passagiere blockiert und seien somit im Unrecht.

Veröffentlicht unter Allgemeines, Recht, Reisen | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Atlantic Road: Der beste Roadtrip der Welt

Die Atlantic Road ist ein etwa 8 Kilometer langer Abschnitt von Küstenstraße, der westlich von Trondheim die Ortschaften Kristiansund und Molde verbindet. Direkt am Atlantik gelegen, bietet die Atlantic Road eine spektakuläre Perspektive auf die wunderschöne Natur Norwegens und gehört zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. 2005 als „Norwegens Bauwerk des Jahrhunderts“ ausgezeichnet, ist die Atlantic Road heute eine der wichtigsten und beliebtesten Touristenattraktionen des Landes und darf in keinem ernsthaften Norwegenbesuch fehlen.

Die Atlantic Road wird am schönsten mit dem Fahrrad erobert, wobei man sich trotzdem Zeit nehmen sollte, die vier ausgebauten Aussichtspunkte anzusteuern. Hier kann man Innehalten und sich von der Schönheit der rauen Natur verzaubern lassen. Viele Besucher kommen insbesondere bei schlechtem Wetter zur Atlantic Road, da man dann relativ ungefährdet die beeindruckende Macht der Atlantikstürme auf die Straße niederkommen sehen kann. Schlechtes Wetter ist am Atlantik auch nicht wirklich schwer ab zu passen: Angeblich hatten die Arbeiter während der Konstruktion der Straße nicht weniger als 12 ausgewachsene Hurrikans zu erleiden.

Neben der Aussicht bietet die Atlantic Road aber auch über ihre gesamte Länge ein exzellentes Angelgebiet. Entweder per Boot oder einfach zu Fuß vom steinigen Ufer aus, finden Hobby- und Profiangler hier ein reiches Angelrevier mit traumhafter Atmosphäre. Auch zum Tauchen bietet dieser Teil des Atlantiks ein gutes Revier, allerding sollte man hier keine Badewassertemperaturen erwarten, sondern stattdessen einen Neoprenanzug mitbringen.

Erreicht wird die Atlantic Road am besten per Auto von Trondheim aus. Für Informationen zur Buchung von Unterkünften oder weiteren Attraktionen in der Nähe, bietet der norwegische Tourismusverband eine gute Übersicht.

Veröffentlicht unter Länder, Norwegen | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar